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Editorial:

Was ist jüdische Musik? Wer dieser Frage nachgeht, wird zunächst feststellen, dass der Singular nicht reicht: Allein das diasporisch Hybride hat eine große Vielfalt verschiedenster jüdischer Musiken und Musikästhetiken hervorgebracht. Die jüdische Geschichte von Ausgrenzung, Vertreibung und Verfolgung erschwert es, in Musikkulturen und -kulturbetrieb »das Jüdische« aufzuspüren. Die fremdbestimmte Definition jüdischer Identität zum Zweck der Verbreitung von Ressentiments (wie ihn Richard Wagner mit seinem »Das Judenthum in der Musik« verfolgte) oder der Vereinnahmung wiederum verleitet dazu allzu leicht. weiterlesen

MAGAZIN

RTS9000Strafanzeige gegen Erdoğan
Konstantin Wecker und andere Künstler klagen Kriegsverbrechen an

Der Staatspräsident der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, soll sich für schwere Gewaltverbrechen verantworten, die gegen kurdische Zivilisten im Südosten des Landes begangen wurden. Im Mittelpunkt einer Anzeige, die bei der deutschen Bundesanwaltschaft eingereicht wurde, steht der Tod von 178 Menschen, die zwischen Dezember 2015 und März 2016 in der Stadt Cizre in Kellerräumen Schutz vor Angriffen des türkischen Militärs gesucht hatten. weiterlesen

MUSIK & KÜNSTLER

Suzanne_Vega (2)Gegen die Normen
Suzanne Vega widmet ihr neues Album der Literatin Carson McCullers

Suzanne Vega (57) ist mit Leib und Seele New Yorkerin. Auf ihrem neuen Album »Lover, Beloved: Songs from an Evening with Carson McCullers« beschäftigt sich die US-amerikanische Singer-Songwriterin mit einer anderen Künstlerin, die in dieser Metropole ihr Glück gesucht hat: der Schriftstellerin Carson McCullers. Die galt als eine der ersten Kämpferinnen für Menschen- und Bürgerrechte.

Frau Vega, die zehn Songs Ihrer neuen CD sind Teil Ihres Theaterstücks »Carson McCullers Talks About Love«. Was war die Initialzündung für dieses Projekt?
Meine Begeisterung für Carson McCullers’ Literatur. Schon als Teenager habe ich ihre Werke entdeckt. … weiterlesen

Einst stolze Arbeiter
The Ruts besinnen sich auf alte Zeiten und den Punk zurück

The Ruts waren eine der eindruckvollsten Bands der zweiten Punk-Welle. Seit dem Herointod ihres Frontmanns Malcolm Owen macht die Band als The Ruts DC weiter und meldet sich nun mit neuem Material zurück. M&R traf die Gründer John »Segs« Jennings und Dave Ruffy in London. weiterlesen

Architekt der Melancholie
Rome verbindet Pop und Philosophie zu zeitloser Tonkunst

Rome existiert seit Ende 2005. Der Nukleus des Projekts ist der in Luxemburg geborene Sänger und Multi instrumentalist Jerome Reuter. Das aktuelle Album »The Hyperion Machine« ist bereits das elfte Studioalbum des 1981 »in die Welt Geworfenen«, wie Reuter sich selbst bezeichnet. weiterlesen

TITELTHEMA JÜDISCHE MUSIKEN

Die jüdische Dimension
Juden, Judentum und Musik – im Spannungsfeld des Diasporischen und Nationalen

Das Thema Juden bzw. Judentum und Musik ist vorbelastet. Erörtert hat es zum ersten Mal (pseudo)theoretisch Richard Wagner im 19. Jahrhundert. Was er dabei zuwege brachte, war eine der bissigsten antisemitischen Schriften, die in der Frühzeit des modernen Judenhasses entstanden sind. So voller Vorurteile, klischee- und ressentimentgeladen indes Wagners Polemik war, muss herausgestellt werden, dass ihr ein historisches Wahrheitsmoment innewohnte. weiterlesen

»Mutige un drajsste zum schlacht«
Jüdische Partisanenlieder als musikalische Zeugnisse des Widerstandes im zweiten Weltkrieg

»Der weg is schwer, mir wejssn,/Der kamf nit lajcht, kejn schpil./A partisan sajn lebn lejgt in schlacht,/Farn grojssn frajhajt-zil!«
Es sind Zeilen wie diese, die von einem unermüdlichen Kampfgeist und Widerstandswillen zeugen – Zeilen, die Angehörige der jüdischen Partisanenverbände während ihres Kampfes gegen die Faschisten sangen. Zeilen, die antreiben, Mut und Hoffnung spenden. weiterlesen

»Manchmal kommen mir die Tränen …«
Esther Bejarano über jüdische Kultur und die Wirkung von Musik

Die deutsch-jüdische Musikerin war Mitglied im Mädchenorchester von Auschwitz. Seit Anfang der 1980er-Jahre kämpft die aktive Antifaschistin, zunächst mit ihrer Formation Coincidence, seit 2009 mit der Rap-Band Microphone Mafia, gegen das Vergessen. M&R besuchte sie in Hamburg. weiterlesen

STANDPUNKTE

Auschwitz in der Popkultur
Banalisierung des Unsagbaren oder Aufklärung?

Wir lassen Kirstin Frieden und Moshe Zuckermann die These diskutieren:Der Holocaust muss für die Popkultur tabu sein. weiterlesen

RTR3AZ51Unsichtbare Nabelschnur
Jüdische Musiker über ihr Leben in Israel und der Diaspora

M&R befragte jüdische Musiker nach ihrer Sicht der Dinge:
Weiter in der Diaspora leben oder in den Judenstaat auswandern, dort bleiben oder gehen?
Wie gestaltet sich die Zukunft Israels? Welche Perspektiven bietet das Land? weiterlesen

SPEZIAL

Der Krieg gegen die Schwarzen
Was kritische Künstler angesichts der Polizeigewalt in den USA zu tun haben

Mit dem Mord an Trayvon Martin durch George Zimmerman in Florida 2012 begann eine neue Bewegung des Widerstands gegen rassistischen Polizeiterror Gestalt anzunehmen. Black Lives Matter (BLM) entstand im Kontext der aktuellen politischen Unruhen auf globaler Ebene: weiterlesen

Deutsches Miserere»Sehr leise, langsam, in Beschämung«
Vor 50 Jahren kam Paul Dessaus Klagegesang über Deutschland zur Uraufführung

Reichlich verspätet gelangte Paul Dessaus Oratorium »Deutsches Miserere« am 20. September 1966 in Leipzig zur Uraufführung. Der Komponist hatte sein ehrgeiziges Stück musikalischer Reeducation, das auf Texten Bertolt Brechts basiert und die Schuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg aufarbeitet, im April 1947, noch im US-amerikanischen Exil fertiggestellt. weiterlesen

FILM & LITERATUR

rioFür Liebe und Freiheit
Gert Möbius erinnert an seinen Bruder Rio Reiser, der vor 20 Jahren verstarb

Erstmal Glückwunsch für das gelungene Erinnerungsbuch an Ihren Bruder!
Danke, aber es hat auch über zwei Jahre gedauert, bis ich mich durch die ganze Hinterlassenschaft von ihm gelesen hatte. weiterlesen

Der eigene Herzschlag
Die Ju Percussion Group löst in Taiwan massenhafte Begeisterung für Perkussionsmusik aus Perkussionsmusika

Es regnet. Ach was, es gießt. Kaum ist man aus dem Taxi gestiegen, schon erschlägt einen förmlich bei 35 Grad subtropischer Hitze die Schwüle. Gut, dass die Zentrale der Ju Percussion Group in Taipeh eine Klimaanlage hat. In der Eingangshalle ist es bedeutend kühler als draußen. weiterlesen

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Esther Bejarano und Moshe Zuckermann – Eine Wanderung zwischen den jüdischen Welten

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M&R im Interview

Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Kritischer Musikjournalismus in ideologisch angespannter Zeit.

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Gespräch mit Susann Witt-Stahl:
Über die neu ­gestaltete Musikzeitschrift Melodie und Rhythmus, Walter Ulbricht und Iron Maiden, Rock’n’Roll und Krieg, marxistische Ästhetik und Neoliberalismus, Straßen-Rap und Adorno.

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"Wir frönen nicht irgendeiner Nostalgie"
Ein politisches Musikmagazin mit DDR-Wurzeln erfindet sich neu: Melodie & Rhythmus (M&R) hat seinen Look und seine Inhalte überarbeitet. medienmilch.de sprach mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über die Details: Interview lesen
 
• Wie sich Musik und Politik vereinbaren lassen, behandelt das Magazin “Melodie & Rhythmus” in seiner aktuellen Ausgabe. Radio F.R.E.I. hat mit der Chefredakteurin Susann Witt-Stahl gesprochen.
Radiointerview anhören